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Lupus

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Dienstag, 21. April 2015, 11:04

Drillverhalten Saiblinge

Da Ercan im Forellenchallenge was vom Drillverhalten der Saiblinge geschrieben hat, und ich nicht im challenge OT gehn will:

Ich habe bei Saiblingen folgendes Drillverhalten festgestellt:

a) Bachsaiblinge: Kämpft nicht besonders phantasievoll. Sie setzen für ihre relativ geringe Körpergröße doch recht schönen Widerstand entgegen, aber oft tun sie nichts anderes als nachdem sie gehakt sind, kreuz und quer herumzuschwimmen.

b) Seesaiblinge: Kämpfen ganz anders als Forelle oder auch Bachsaibling. Der Seesaibling versucht immer, in der Tiefe zu bleiben, und "bockt" meistens so ähnlich, wie wir es auch vom Zander kennen.

Ich nehme aber an, dass nicht sehr viele hier im Forum sehr oft mit Seesaiblingen in Berührung gekommen sind, außer sie wohnen an einem Alpensee.

Leider ist heute oft schon durch verschiedene Z üchtereien das alles sehr vermischt. Da züchten sie den "Alpenlachs", dort kreuzen sie See- und Bachsaibling zum " Elsässer Saibling", und wenn solches material besetzt wird, dann ist das vielleicht ein Speisefische, den man in ein freies Wasser gekippt hat, damit die Fischer eine Freud haben, aber nicht unbedingt ein ansässiger angestammter Saibling.

Beim Bachsaibling ist es überhaupt so, dass er sich in angepassten reproduzierenden Beständen (er ist so wie die Rebo ja ursprünglich aus Nordamerika!) am besten dort hält, wo die Forelle schlecht aufkommt (höherer PH Wert, oft hochgelegene, durch Moore fließende Wiesenbäche, nur kalt müssen sie sein....).

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Mittwoch, 22. April 2015, 16:07

Danke Lupus für diese interessanten Hintergrundinfos!

In der Tat ist es gar nicht so einfach, noch Gewässer zu finden oder bezahlbar zu befischen,
wo noch artenreine Fische (Salmoniden) vorkommen.

Meist wird halt beim Besatz auf Masse anstatt Klasse gesetzt – ganz der Nachfrage angepasst.



Ich hatte mal die Gelegenheit ein paar Jahre an einem Gebirgsbach mit natürlichem und selbsterhaltenden Bachforellenbestand zu fischen. Da konnte man das für Bachforellen typischen bocken, schütteln und in Unterstände flüchten sehr gut wahrnehmen – auch wenn‘s eigentlich nur kleinere Fische bis vielleicht 25 – 30 cm maximal waren.
Im ruhigeren Unterlauf gesellten sich manchmal (Besatz-) Regenbogenforellen dazu, die aus dem Fluss in den Seitenbach aufstiegen. Die waren trotz beachtlicher Größe fast langweilig und einfallslos gegen die wildstämmigen Bachforellen.
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Berko

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Mittwoch, 22. April 2015, 16:20

Drillverhalten von Saiblingen kann ich leider nichts dazu sagen, aber bei uns im Bach reproduzieren sich Bachforellen auch selbstständig und es ist selten der Fall dass eine sich so heftig wehrt wir von JuliusB beschrieben. Kurze aber dafür sehr explosive Gegenwehr. Hängt vielleicht auch sehr von Gewässer (Sauerstoffgehalt?) ab.

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Mittwoch, 22. April 2015, 16:45

Drillverhalten von Saiblingen kann ich leider nichts dazu sagen, aber bei uns im Bach reproduzieren sich Bachforellen auch selbstständig und es ist selten der Fall dass eine sich so heftig wehrt wir von JuliusB beschrieben. Kurze aber dafür sehr explosive Gegenwehr. Hängt vielleicht auch sehr von Gewässer (Sauerstoffgehalt?) ab.


Ist ein sehr schnell fließender Bergbach - oder Sturzbach,
beengtes Tal und dichter Bewuchs lassen nur kurze Ruten zu - ich hatte max. Länge von 1,8m und das schien mir fast zu lange...
Außerdem sehr fein.
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

Taurinus

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Mittwoch, 22. April 2015, 18:49

An meinem Hausgewässer kommen sowohl Bachforellen als auch Bachsaiblinge selbstständig auf, wobei die Bachsaiblinge sich auf einen kleinen "Nebenbach" beschränken.

Beim Thema gegenwehr muss ich sagen, dass die selbst aufgekommenen Bachforellen um einiges mehr Gas geben, als Besatzfische in gleicher Größe.

Die Saiblinge, welche man wirklich ganz selten an den Haken bekommt, sind von der gegenwehr schwächer als die wilden Bachforellen, aber stärker als die gesetzen Fische.

Anbei ein Bild einer Tigerforelle (Kreuzung aus Bachforelle und Bachsaibling) welche ich vorletztes Jahr an den Haken bekommen habe. In der größe des Fischs, 100%ig kein Besatzfisch.



Viele Grüße
Mario

Berko

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Mittwoch, 22. April 2015, 19:14

Ich glaube das Bachforellen die in Sauerstoffreicheren Gebirgsbächen einiges kräftiger im Drill sind. Allerdings habe ich bisher keinen direkten Vergleich zwischen einen Gebirgsbach und einen eher urbanerem Bach wie jener wo ich fische.

Das man wilde Forellen nicht mit Besatzforellen vergleichen kann,ist mir klar. Hier auch 2 Bilder von 2 Teenie Forellen )jAaa
»Berko« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_0166.JPG
  • IMG_0167.JPG

Lupus

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Donnerstag, 23. April 2015, 06:33

hm, mir gings eigentlich nur um Saiblinge in dem thema

Ich hätte eh eigetnlich das Thema gar nicht eröffnen brauchen, aber weil der Ercan im Forellenchallenge bei den Fangmeldungen auch einen Saibling und dessen Drillverhalten beschrieben hatt ,hatt e ich mir gedacht , machst was eigenes auf, damits nicht im challenge off topic wird.

Zum thema selbst:

Da in keinem der Saiblingsgewässer, die ich befische, Besatzfische vorkommen, ists ein bissl anders:


Bachsaiblinge sind hauptsächlich in kleinen Wiesenbächen, die etwas zu sauer für Forellen sind. außer in der Fischzucht, wird der Bachsaibling in Ö. oft nicht groß. Meine PBs hatte gerade mal die Länge einer knapp maßigen Portionsforelle, die anderen sind meist höchstens 20 cm lang.

Ein richtiges Vergleichsmuster zu "Forellen" habe ich daher nur bei Seesaiblingen, denn ein Durchschnitts-Seesailbing ist etwas so groß wie eine Durchschnittsforelle. Und da kämpft er wirklich anders.

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