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Lupus

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Mittwoch, 30. September 2015, 06:36

Salmonidenangeln im Hochgebirge !

Hallo Freunde, weil es beim TK-Thema Vorarlberg auch durch mein Zutun vielleicht ein bisschen zu sehr ins Abseits gedriftet ist (obwohl man die angeführten Hochgebirgsgewässer mit TK befischen kann), hab ich ein neues Thema eröffnet


Wenn ich in der Gegend wäre, hätten mich die ganz hochgelegenen Seen interessiert, weil so richtiges Hochgebirgsfischen auf Forellen und Saibling muss schon faszinierend sein, wenn das Wetter stabil ist.

Hatte dann auch mal in einer Anzeige von Eurem Bundesland was von einem gewissen "Lechbach" gelesen für Forellen Muss irgendwo mehr Arlberg oder sowas sein, oder? . Schien mir interessant auszusehen, ich mein für meine Zwecke (Fliege).

julius.b

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2

Mittwoch, 30. September 2015, 09:03

Ja Gerhard,
der Lechbach kommt aus dem Zugertal (wo auch Formarinsee und Spullersee sind),
fließt dann durch Lech am Arlberg und weiter durchs Lechtal, entwickelt sich zum Lechfluß,
der schlussendlich in die Donau mündet.

Der Lechbach ist aus meiner Sicht eines der schönsten Fliegenreviere.
Eingebettet in malerische Gebirgslandschaft und wenn die Göttergatting während der Angelausflüge
des Gatten lieber shoppen gehen möchte – Lech (das Dorf) ist bekannt für seine Exklusivität…

Weitere schöne Fliegenreviere im Gebirge sind auch im hinteren Bregenzerwald zu finden.


Die befischbaren Hochgebirgsseen sind fast alle Speicherseen für Kraftwerke.
Da sind halt auch „nur“ Besatzfische drin, natürlichen Fischbestand gäb‘s da keinen.
Denn wie du sicher weißt, endet der natürliche Fischbestand normalerweise so um die 1.800m Seehöhe.

Hier sticht der Formarinsee (im Zugertal bei Lech) hervor.
Einer der wenigen natürlichen Gebirgsseen ( ca. 1.800m Seehöhe) mit z.T. natürlichem Fischbestand.
Es wird zwar besetzt, aber hier können die Fische auch überleben und landschaftlich ein Genuss.
Überschaubar in der Größe und gerade auch mit der Fliege erfolgreich befischbar.


Schönen Gruß
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

Lupus

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3

Mittwoch, 30. September 2015, 09:21

Danke Julius für den hochinteressanten Beitrag.

Also das mit Lech klingt gut. Die Kombi Göttergatte mal einen Tag fliegenfischen, und Göttergattin "kapitale Shopping-Fänge" ist bei uns langbewährte Tradition. Schad dass es so weit weg ist.

Die Seehöhe 1800 als Obergrenze für Fisch , ja ist mir bekannt. Ich glaube in der Schweiz ist es höher.

Klar, wenn die Speicherseen nur künstlich besetzt werden, ists vielleicht nicht sooo interessant. Aber immer noch interessanter als paylakes, denn ich glaube nicht, dass dort wöchentlich reingekippt wird und man pro Kilopreis zahlt.
Insofern muss es doch interessant sein, so hoch oben zu fischen. Ich hoffe nur, die Fische haben auch natürliche Nahrung. Sonst wär´s nur Quälerei.

julius.b

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4

Mittwoch, 30. September 2015, 11:03

Danke Lupus,

jaja Lech wär eine Reise wert…
Da hab ich auch schon Urlaub gemacht – halt nicht in so einem teuren Hotel, sondern Hütte.

Die ca. 1.800m Seehöhe sind halt ein Richtwert für die Nordalpen. Regionale Unterschiede in Abhängigkeit von Topographie und Besonnung sind natürlich möglich.
An der Alpensüdseite naturgemäß etwas höher.
Die Schweizer Alpen sind ja auch eher südlich orientiert.
Ein guter Richtwert ist immer auch die Baumgrenze.

Ja die Speicherseen werden nicht so oft besetzt und die Entnahme ist in Stück (meist 4 – 6) angegeben.
Insofern sind sie anglerisch auf jeden Fall fordernder als Paylakes.

Nahrung ist im Sommer schon vorhanden - hauptsächlich Anflugnahrung.
Die Saison ist ja auch kurz (Juni bis Sept.), mit dem Ziel,
dass dann bis im Herbst möglichst alles rausgefangen wird.
Diejenigen, die drinnen verbleiben sind dann in der nächsten Saison die Köpfe mit
magerem Etwas hinten dran, die ich bei deinem Thread über magere Fische erwähnt hab.


Schönen Gruß
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

Lupus

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Mittwoch, 30. September 2015, 11:43

Dann sind für einen TK Fischer die Speicherseen sicher interessant. Die Frage wäre natürlich, was für ein Fisch in solchen Seen auch wintertauglich ist, also nicht verhungert.
Mir ist nur eingefallen, dass es in einem See im nördlichesten Kanada oder Alaska, der den größten Teil des Jahres eisbedeckt ist, Seesaiblinge gibt.

In der Schweiz wurden seinerzeit völlig unwegsame Hochgebirgseen per Helikopter mit Namaykush (amerikanische Lake Trout) besetzt. Dieser Fisch soll sehr gut für sehr kalte Gewässer geeignet sein.

Und ja, in der Schweiz hab ich mich auch mal in Graubünden gewundert, wie weit die Laubbäume raufgehen, und wie noch ganz normale Baum und Wiesenlandschaften sind, wo bei uns in den Nordalpen höchstens noch Geröll und Latschen wären......

julius.b

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Mittwoch, 30. September 2015, 12:17

Namaykush wurde bei uns auch in manche Gebirgsseen eingesetzt.
Stimmt schon, die sind sehr zähe Überlebenskünstler,
neigen aber schnell zur Verbuttung.

So wurdens anglerisch auch schnell uninteressant.
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

Lupus

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Mittwoch, 30. September 2015, 12:31

Das ist alles so interessant für mich, was Du schreibst, Julius !

Ich glaube, wir sollten längst ein anderes Thema aufmachen über Fischen und Fische im Hochgebirge. Für mich wär´s jedenfalls interessant, wie alles, was mehr auf ein "Gesamtbild" geht, wo die Fischerei in natürliche oder naturnahe Verhältnisse "eingefügt" ist.

Lupus

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Mittwoch, 30. September 2015, 13:21

Meine Erfahrungen im Hochgebirge sind eher begrenzt:

Ich habe mal einen Hochgebirgsbach befischt. War eine sehr interessante Erfahrung. Viel Kraxelei, nicht ganz ungefährlich.
Und zum Glück hatte mir ein "Außenstehender" paar Tage vorher einen guten Tipp gegeben:
Auch wenn die Forellen eher klein waren, die größten waren so 25-27 cm und hatten ziemlich große Köpfe, nahmen sie ziemlich große "Buschen" von Trockenfliegen. Ich glaubte es am Anfang nicht und fischte mit Nymphe, kam aber nie richtig runter, und genommen wurde nichts, ich sah auch keinen Fisch.

Dann erinnerte ich mich an den Tipp, und wie aus dem "nichts" schossen die Fische in die Höhe und "schwapp", sodass ich doch eine schöne Strecke vermelden konnte.

Ein anderes Mal war es ein Hochgebirgs-see. Richtige öde Mondlandschaft, und drinnen waren fast nur verkümmerte Saiblinge , sogenannte "Schwarzreuther". Nur einer war so 25cm lang und muss als "Normalsaibling" wenn auch verhältnismäßig klein, für dort ein großer Fisch gewesen sein.

julius.b

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Mittwoch, 30. September 2015, 13:50

Das klingt grad so als ob deine Gebirgserfahrung bei uns hier gemacht hättest.
:D

Die großkopfaten Salmoniden sind typische Erscheinungen,
wenn Fische in Bergseen eingesetzt werden, wo sie auf natürlichem Weg nicht wären.
Das knappe und auch jahreszeitlich beschränkte Nahrungsangebot hemmt dann das Wachstum und
es kommen so komisch geformte Hungerhaken zum Vorschein.
Die kennen dann im Grunde nur mehr Anflugnahrung, weil das Wasser schon lange leergefressen wurde.


Ja und die Schwarzreuter sind hier die verbutteten Namaycush.
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

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Mittwoch, 30. September 2015, 14:23

hm, in "meinen" Bergerfahrungsgegenden wie Salzkammergut sind die Schwarzreutherln die Kümmerform des Seesaiblings. Namaykush hatten wir und haben wir da nicht. Zum Teil sind die Schwarzreutherln auch eine Folge der verkrampften Versuche im 16. Jhdt., für Kaiser Maximilian genug Saiblinge für den Hof zu liefern, wo sie kleine "Meeraugen" (so nennt man oft ganz kleine hochgelegene Gebirgsseen) zu "Saiblingszuchten" machen wollten, und das einzige was herauskam , war letztendlich die Kümmerform.

Ansonsten wurden in den Zentralalpen gelegentlich in sehr hochgelegenen Wiesenbächen, die vielleicht sogar zu sauer für Bachforellen sind, Bachsaiblinge eingesetzt. Wenn man keine großen Fänge machen will und sich ein bissl mit der Fliegenrute auf diese farbprächtigen "Schneutzer" spielen will, dann ist man richtig aufgehoben.

Insoferne ist der "Boo-Saibling" (Bachsaibling) der einzige "Amerikaner" bei "uns".

Meine Fliegenfischerfahrung im Hochgebirgsbach war hauptsächlich mit dem Muster "Irresistible" und ein paar schiachen großen Rehhaar-Buschn, die Forellen wie gesagt großköpfig, die Boo-Saiblinge sehr herzig und anmutig.....
Und hier ein Bild vom im Hochgebirge gefangenen "Boo-Saibling"
»Lupus« hat folgendes Bild angehängt:
  • Saibling.jpg

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Mittwoch, 30. September 2015, 15:50

Zitat


Insoferne ist der "Boo-Saibling" (Bachsaibling) der einzige "Amerikaner" bei "uns".



hm, ist die Regenbogenforelle nicht auch Amerikanerin?
„Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, wenn er längst verspeist ist.

Wenigstens in den Augen des Anglers…"

Ernest Hemingway



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Mittwoch, 30. September 2015, 18:02

Völlig richtig, Rudolf. Nur hab ich mit "uns" gemeint meine Herzensheimat Salzkammergut oben im Gebirge, und da gibts eben keine Rebos.

Aber ich hab in einem anderen Hochgebirgsbach auch eine REbo gefangen witzigerweise. Die sah genauso aus , wie die großköppigen BAchforellen.

Lupus

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Donnerstag, 1. Oktober 2015, 07:01

Hab noch ein Foto von einer Hochgebirgs-Rebo gefunden. Großer Kopf, aber trotzdem nicht "dürr" oder unterernährt. Eine kurz zuvor reingekippte Zuchtrebo war es jedenfalls nicht, denn die würde sich nicht in der Strömung dort halten.

Hier nochmals die Bilder von einem Gebirgs-Angeltrip: Ein Boo-Saibling von ganz ganz oben, eine Rebo von weiter unten, und der Bach.

Was man noch sieht: Den Boo-Saibling habe ich ganz am Anfang gefangen, wo ich noch an die "Nymphe" glaubte. Schwarze Goldkopfnymphe !
Die Regenbogenforelle hingegen, da war mir schon der "Knopf aufgegangen" und sie ist wie man sieht auf einer braunen Trockenfliege, der sogenannten Irresistible.

Das Foto vom Bach selber habe ich blöderweise ziemlich weit unten gemacht, wo noch bisschen Ufergestrüpp ist. Weiter oben sah es dann schon aus wie am Mars, Felsen, kahle Geröllhalden, paar armselige kleine Kiefern, und ein wildes weißes Wasser, wo kaum ein Quadradtmeter ruhiger fließt, sodass das Werfen nicht einfach war.
»Lupus« hat folgende Bilder angehängt:
  • Saibling.jpg
  • Gebirgsrebo1.jpg
  • Gebirge2.jpg

julius.b

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Donnerstag, 1. Oktober 2015, 10:45

Danke für die Bilder.
Hm der Kopf scheint mir hier eh nicht so übermäßig groß - höchstens im Vergleich zu den Stumpfkopfaten Intensivzucht-Portionsrebos.
Aber deine Rebo hier sieht doch stramm aus.

Tja ich bin glaub ich grad in dem Stadium, wo ich an schwarze Goldkopfnymphe glaube.

Bei uns hier weiß ich gar nicht, ob die Boo-Saiblinge überhaupt in Fließgewässer eingesetzt werden - bekannt ist mir nichts.
In abgeschlossenen Forellenseen werden die Boo-Saiblinge schon besetzt.

Wenns um naturbelassene Fließgewässer geht, wird eigentlich nur mehr die heimische Bachforelle besetzt und
bei Sportgewässern auch Rebos.
Äschen werden dort, wo sie mal heimisch waren auch besetzt.
Aber eigentlich nur zum Wiederaufbau des Bestandes und weniger als Angelfisch (momentan).
Wenn die Äschenprojekte aber weiterhin erfolgreich verlaufen,
können wir in ein paar Jahren vielleicht auch wieder gezielt drauf angeln.

Wenn ich mir recht erinnere, hat mir ein Angler in Lech gesagt, dass im Lechbach auch Äschen sind.


Schönen Gruß
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

Lupus

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15

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 11:12

Ich habe auch gehört, dass im Lechbach Äschen sind. Der muss schon ein Leckerbissen sein.

Ja, in den meisten wirklich naturbelassenen Revieren NÖ wird auch keine Rebo besetzt, Boo-Saibling schon gar nicht .
Rebo wird wohl noch in einigen stadtnahen Gewässern im Süden von Wien besetzt, warum auch nicht.

In den klassischen Fliegenrevieren, die ich regelmäßig befische, werden schon sehr sehr lange keine Rebos mehr besetzt und oft auch sonst Nullbesatz betrieben, aber bestimmte Gewässer sagen der Rebo so zu, dass sie längst "verwildert" ist und sich natürlich reproduziert. Oft ist das sogar recht praktisch, weil die Fischer angehalten werden, als Speisefisch ausschließlich oder vornehmlich die Rebo zu entnehmen. Rebos aus solchen Gewässern sind bezaubernd ! Sie haben wirklich ausgebildete Flossen, die Rückenflosse ohne diesen "Knick", den Zuchtforellen haben, und die Brustflossen auffallend lang, und oft ein leicht bräunlicher Einschlag in Brustflosse, wie man auch auf der "Wilden" von meinem Bild sieht.
Strammes Fleisch und vom Geschmack 1 A.
Erst gestern wieder habe ich so eine gegessen. Herrlich !

julius.b

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16

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 11:55

Es ist doch auch so, dass da wo die Rebos verwildern und selbst reproduzieren,
es meist ein ausgewogenens Miteinander mit den Bachforellen gibt (sofern kein einseitiger Besatz) oder
aber sich die Bachforellen aufgrund veränderter Lebensräume eh nicht mehr halten konnten.

Und ja, das sind dann auch ausgezeichnete Speisefische.
Ein wenig grober als Bachforellen, aber schon 1A.
Ich hab auch schon seit Jahren keine Naturbachforelle mehr entnommen.
Allerdings auch sehr selten gefangen...
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

Lupus

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Donnerstag, 1. Oktober 2015, 12:57

Nun ja, da hast Du recht. Ich hatte die Ehre, vor 2 Wochen ein Gewässer zu befischen, wo ein gesundes Verhältnis zwischen Bachforellen und "verwilderten" Rebos besteht, und zwar schon lange. Die Rebos füllen gewisse Lücken, sind mehr im freieren Wasser zu finden, und auch beim Steigeverhalten "kreuzt" die Rebo mehr.
Es ist in besonders gewissenhaft betreuten Gewässern auch keinesfalls so, dass man automatisch bei der Bafo zur Entnahme "nein" sagt. Oft will man die natürliche Entwicklung über einige Jahre beobachten, um daraus SChlüsse ziehen zu können und die Folge kann durchaus auch sein, dass Bafos dann auch entnommen werden können und zu einem gewissen Kontingent sogar s o l l e n .

Ausserdem ist alles relativ: Wenn man in ein Bachforellengewässer irgendwelches zweifelhafte "Bachforellenzuchtmaterial" reinkippt und sich dann stolz auf die Brust klopft, dass man BACHFORELLEN besetzt hat, kann das sein, dass es mehr SChaden anrichtet, als wenn man für das Herbstfischen ein paar Kübeln Zuchtrebos reinkippt, die eh gleich wieder rausgefangen und verzehrt werden. Die sind so kurz drinnen, dass sie nicht mal wissen wo sie sind. Nach 2 Wochen kann man beim Speiseregenbogenforellenfischen dann die "letzten Mohikaner" suchen. Bleiben tun die Bafos, die im Winter laichen.

Das entspricht zwar nicht meinem Lebenstraum und auch nicht den meisten von mir befischten Gewässern, aber in meinem "Stadtrevier" funktioniert es ganz gut. Jeder der paar Lizenznehmer hat dann ein paar Rebos in der Tiefkühltruhe, und die Bafos laichen im Winter hurtig ab, und bei einem Nach-Weihnachtsspaziergang mit der Gattin entlang der Uferpromenade kann man dann das Laichgeschäft sehen......

julius.b

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18

Donnerstag, 8. Oktober 2015, 09:15

Hab hier noch einen Auszug aus der aktuellen Reportage vom ORF zum Formarinsee,
der weiter oben in diesem Thread von mir ins Spiel gebracht wurde.
Der Beitrag ist Teil der ORF-Reihe „9 Plätze, 9 Schätze“, wo es um die schönsten Gegenden in den Bundesländern geht.


Vorarlberg: Formarinsee und Rote Wand
Die Kombination von Seen und imposanten Bergwänden übt seit jeher eine besondere Faszination auf Menschen aus.
Ein solches Ensemble liegt im Vorarlberger Lechquellengebirge:
Dort treffen die leuchtend roten Gesteinsschichten der Roten Wand auf das ruhige Wasser des Formarinsees.
Am Ende des Zugertals, inmitten des Lechquellengebirges, liegt auf 1.793 Metern Seehöhe der Formarinsee.
Der Hochgebirgssee ist natürlichen Ursprungs – jedes Jahr bildet er sich aufs Neue aus dem anfallenden Schmelzwasser.
Seine Abmessungen schwanken darum sehr: In der Regel ist der See 500 Meter lang, bis zu 400 Meter breit und maximal 17 Meter tief.
„Formarin“ ist ein vor-deutscher Großflur-Name für eine jahrhundertealte, als Alpgebiet genutzte Kulturlandschaft.


Bild: Hanno Thurnher, veröffentlich im Internet durch orf.at

Unterirdisch Wasserscheide überwunden
Gleich beim ersten Blick auf den Formarinsee fällt auf, dass der See keinen oberflächlichen Abfluss besitzt. Er entwässert unterirdisch über ein Karsthöhlensystem.
Nur ein Teil des Wassers fließt zum Lech und damit in die Donau.
Markierungsversuche in den 1950er Jahren haben eine erstaunliche Tatsache belegt: Nach sechs bis sieben Tagen erreicht das Wasser, das unterirdisch aus dem Formarinsee abfließt, die Quellbäche des Marulbaches im Großen Walsertal. Damit überwindet es unterirdisch – unter der Roten Wand hindurch – die Europäische Wasserscheide. „Es will nicht zur Donau, sondern fließt zum Rhein“, sagt Geologe Georg Friebe.

Nur eine Straße führt ins Paradies
Erschlossen ist die alpine Landschaft rund um den Formarinsee nur durch eine Mautstraße von Lech aus – an allen anderen drei Seiten ist der See von hohen Bergen umgeben. Die Gipfel in unmittelbarer Umgebung erreichen Höhen jenseits von 2.500 Metern.
Einer dieser Gipfel ist die Rote Wand. Mit ihren 2.704 Metern thront sie über dem Formarinsee und ist damit zwar nur der zweithöchste, aber der eindrucksvollste Gipfel im Lechquellengebirge. Die Rote Wand erhebt sich zwischen der Gemeinde Sonntag-Buchboden (Großes Walsertal) im Norden und Dalaas (Klostertal) im Süden.
Ihr Name kommt nicht von ungefähr: Er bezieht sich auf ein markantes Band aus rotem Kalk, der so genannten „Adnet-Formation“. Diese Gesteinsschicht ist reich an Ammoniten und damit Zeugnis dafür, dass das Gebiet um die Rote Wand vor 145 Millionen Jahren ein tropisches Meer war. Noch heute kann man die versteinerten Gehäuse der Tintenfisch-Verwandten bestaunen.

Anreise:
+ Mit dem Zug bis St. Anton oder Langen am Arlberg, Bus nach Lech, von dort Wanderbus bis Formarinsee
+ Mit dem Auto: Von Lech nach Zug, weiter auf der Mautstraße zur Formarinalpe (eingeschränkt befahrbar – es verkehren Wanderbusse).

Quelle: ORF.at, 08.10.2015



Den Bericht in voller Länge findet ihr hier:
Bericht ORF


Schönen Gruß
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Donnerstag, 8. Oktober 2015, 10:28

Und hat der natürliches Fischvorkommen, oder wurde er mit Fischen besetzt ?

Ich hatte auch keine Erklärung für den Namen des Sees, für mich klang es wie ein altes Präpariermittel, da hieß es immer wieder, der Kopf einer Kapitalen Forelle in Formalinlösung.

julius.b

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Donnerstag, 8. Oktober 2015, 11:03

Naja zumindest gab es einen natürlichen Bestand und würde sich ohne Befischung sicher auch halten können.
Um anglerisch interessant zu bleiben wird besetzt, aber jetzt nicht wöchentlich oder so,
sondern halt hin und wieder.


Schönen Gruß
><)))))°> ><)))))°> ><)))))°>

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Donnerstag, 8. Oktober 2015, 11:16

hm, aber wenn man Befischung so zuläßt, dass sie den Bestand gefährdet, ists auch seltsam.

Das scheint zum Beispiel in der Schweiz auch so zu sein, da hab ich mal gelesen, dass man viel viel mehr Edelfische pro Tag mitnehmen darf als bei uns, ich glaube sogar im Oberengadin waren es zu meiner Zeit 8 Stück täglich.

Und dann regte sich einer im Internet auf, weil ein Tipp für einen Hochgebirgssee gegeben worden war, wo man so gut fängt, und dann war er nach paar Wochen leer.

Da frage ich mich, wieso ist das nicht so wie meistens in NÖ oder der Stmk, wo an so tollen Salmonidengewässern erstens die Karten streng limitiert sind, und zweitens man vielleicht 2 Stückln oder gar nur 1 Stückl pro Tag nehmen darf. Wenn ich an einem kargen Hochgebirgssee alles erlaube, wird er schnell leer sein.......

Ich glaube, im Salzkammergut gibt es wo wo ich gelesen hab, in manchen Hochgebirgsseen nur geführtes Fischen. Das kostet 300 Euro pro Tag. Ich glaube wenn es 2 oder 3 Leut sind, kostets auch nur so viel. Wenn es einer alleine will, ists natürlich bissl teuer, aber dafür sind das dann glaube ich richtige Gebirgs-Seesaiblinge....., probiert hab ich´s nicht......

julius.b

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Donnerstag, 8. Oktober 2015, 11:30

(Tageskarten)Tourismus dürfte die wohl naheliegenste Antwort sein.
Das Zugertal und der See sind wichtige Zugpferde im Tourismus insbesondere für Lech.
Aber auch bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel.

Naja und es ist ja nicht so, dass einen die Fische anspringen – Schneidertage kommen da auch vor.
Entnahme ist da auch über Stückzahlen geregelt (ich glaub 5 pro Tag, müsst aber nachlesen).
Heißt aber nicht, dass man automatisch auch „Voll macht“.

Die anderen geschützten Refugien gibt’s schon auch, aber halt nicht in so prominenten Gegenden wie Lech…



Das wär z.B. Lecknersee und Lecknerache im Lecknertal.
Sowas gönn ich mir mal, wenn ich mit der Fliege soweit bin, die Fische eher zum Biss zu animieren, denn zu verscheuchen…
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Lupus

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23

Donnerstag, 8. Oktober 2015, 11:34

Das glaub ich Dir. Am Hochgebirgs-See ist es hundertmal schwerer. Denn in jedem stehenden Gewässer hat der Fisch viel mehr Zeit, das Angebot zu prüfen. Und dann kann immer so ein Wind kommen, der einem die Würfe versaut.

Was die Sache wieder erleichtern kann, ist das knappe Nahrungsangebot. Wenn dort mal ein Schlupf ist, müssen die Fische einfach zupacken, die karge Winterzeit kommt sehr schnell und dauert sehr lang.

Oldy43

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24

Donnerstag, 8. Oktober 2015, 14:13

Servus Jürgen,

Danke für den informativen Beitrag über den Formarinsee. So gesehen ist es in Österreich schon bewundernswert und erfreulich, welche "Kleinodien" an Gewässern es so gibt. Mir als "Flachländer" fehlt ja jeder Bezug zu den Alpinen Regionen, welche Ihr in Vlbg. zu genüge quasi vor der Haustüre habt.
Dadurch ist die Hochgebirgsanglerei für mich mehr oder weniger ein Buch mit 7 Siegeln. /KoPf
„Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, wenn er längst verspeist ist.

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julius.b (11.10.2015)