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  • »Pabru« ist männlich
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Montag, 7. Dezember 2015, 10:34

Ab wann macht es keinen Sinn zu "releasen"

Hallo zusammen, ich bin ja grundsätzlich ein Angler der nur Fische mitnimmt wenn er sie braucht bzw. wenn ich vorhabe einen zu verspeisen.
Eine Frage über die ich mir immer wieder Gedanken mache und auf die mich "Oldy43" in dem Thread vom Huchen wieder gebracht hat ist folgende:

Ab welcher Größe ist es eventuell nicht mehr sinnvoll oder sogar kontraproduktiv einen Fisch zurückzusetzen weil er dann eventuell schon wie "Oldy43" es bezeichnet als Futterkonkurent oder Predator fungiert?
Mir ist klar das es da bei verschiedenen Fischen auch verschiedene Antworten geben wird. Interessieren würde es mich vor allem bei Forellen und Hechten.

Ich will hier aber keine Grundsatzdiskussion über Catch and Release entfachen.

Danke und LG. Patrick

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2

Montag, 7. Dezember 2015, 10:43

Ich wäre dafür Entnahmefenster einzuführen dann würde man sich solche Diskussionen ersparen. Meiner Meinung nach ist es nie sinnvoll kapitale Fische abzuschlagen da sie wesentlich zum Erhalt der Fischpopulation beitragen.

Wenn man zB.: vom Wels ausgeht der ca. 30 000 Eier/ kg legt macht es schon einen Unterschied ob man einen Wels mit 1m abschlägt der vl 10kg oder einen 2m Wels der um die 50kg wiegt.

So wird es sich durch die anderen Fischarten auch durch ziehen.

Da ich fast nur auf Wels gehe hab ich mir hier in Limit von ca. 110cm gesetzt. Wenn ich mal ein 1/2 Jahr keinen Wels in der Größe fange, gibt's eben keinen fangfrischen Wels zum Essen.

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Pabru (07.12.2015)

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3

Montag, 7. Dezember 2015, 10:50

Ich möchte auch noch eine Frage zum Pabru seinem Beitrag dazugeben ....

Ist es sinnvoll, so einen alten Fisch überhaupt drinnen zu lassen, weil vielleicht die Qualität der Eier abnimmt?

Vielleicht haben wir ja einen Hobby-Biologen hier im Forum .....
LG
Strikerhoffi


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Montag, 7. Dezember 2015, 12:17

Man kann das überhaupt nicht über einen Kamm scheren und beantworten.

Auch sollten Vorschriften, die Entnahme erlauben, erwünschen oder verbieten, von Gewässer zu Gewässer individuell nach Biomasse und Ertrag festgesetzt werden.

Es kann stimmen, dass ein Großfisch nicht mehr so viel qualitative Eier produziert wie ein mittelmäßiger Fisch, aber unter Umständen ist es so, dass er besonders gute Gene weitergibt.

Aber man kann das nicht pauschalieren. Und vor allem wenn man nicht weiß, wie genau die Reproduktion funktioniert, wie es mit Überbestand oder Unterbestand bestimmter Individuuen aussieht usw.

Deshalb halte ich allgemeine Pauschalierungen in sozialen Netzwerken, auch mit Scheißestürmen gegen Leute, die aus welchen Gründen einen großen Fisch entnommen habe, für sinnlos, solange wir nicht alle die genauen Verhältnisse kennen........

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5

Montag, 7. Dezember 2015, 12:17

Gerade die Eier von kapitalen Fischen sind meistens deutlich widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse und vor allem ist darin echt gutes Genmaterial vorhanden, denn umsonst ist der Fisch nicht so alt geworden... ;)
Gruß Thomas

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Montag, 7. Dezember 2015, 12:27

Ich möchte auch noch eine Frage zum Pabru seinem Beitrag dazugeben ....

Ist es sinnvoll, so einen alten Fisch überhaupt drinnen zu lassen, weil vielleicht die Qualität der Eier abnimmt?

Vielleicht haben wir ja einen Hobby-Biologen hier im Forum .....

Bei den Fischbiologen Teilen sich da die Meinungen , die einen sagen sehr Alte Fische sind ähnlich wie bei einer Frau , gar nicht mehr in der Lage sich zu Vermehren , und die anderen sagen , Kapitale sehr Alte Fische haben bessere Gene zum weiter geben !!

Ich denke ein Hecht mit sagen wir mal 130 cm , hat seine besten Jahre schon hinter sich , und wird das Zurücksetzten vileicht gar nimmer Überleben , oder sowiso villeicht eh nur mehr eine Saison Überleben , Allerdings aus Respekt vor der Kreatur , die es so lange geschafft hat zu Überleben , um so Groß zu werden , hat er sich seinen Ruhestand Verdient , um noch ein par Jahre villeicht Weiter zu Leben !!
lg Manfred http://ssnake14.jimdo.com/

Lupus

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Montag, 7. Dezember 2015, 13:57

Klar, irgendwie ist das in einem so drinn, dass man es nicht übers Herz bringt, dann so eine alte Hecht-Oma abzuknüppeln. Geht mir auch so.

Wobei eigentlich diese Dinge objektiv gesehen nicht immer stichhaltig sind.

Das Problem ist oft die Verwertung: Selbst wenn jetzt fischereibiologisch eine Entnahme zu befürworten wäre, wer isst sowas und wie bereitet er es zu. Ich brauch keine Filets vom 130cm Hecht und weiß auch niemanden, der sie brauchen tät ;)

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Montag, 7. Dezember 2015, 14:13

OK, so ungefähr habe ich mir das eh vorgestellt, ich persönlich würde auch keinen Hecht mit dieser Größe abschlagen, eben auch weil ich nicht wüsste was ich damit anfangen soll. Abgesehen davon schmeckt mir das Hechtfleisch nicht unbedingt.
Auch bei einer Forelle mit 60+ würde mir das Herz bluten wenn ich die abschlagen müsste.
Einige der Kontrollorgane in unserem Revier sagen immer man solle große Aiteln abschlagen.

Vielleicht kommt ja noch die eine oder andere Meinung zum Thema!
Danke euch allen erstmal.

LG. Patrick

ssnake14

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Montag, 7. Dezember 2015, 14:14

Klar, irgendwie ist das in einem so drinn, dass man es nicht übers Herz bringt, dann so eine alte Hecht-Oma abzuknüppeln. Geht mir auch so.

Wobei eigentlich diese Dinge objektiv gesehen nicht immer stichhaltig sind.

Das Problem ist oft die Verwertung: Selbst wenn jetzt fischereibiologisch eine Entnahme zu befürworten wäre, wer isst sowas und wie bereitet er es zu. Ich brauch keine Filets vom 130cm Hecht und weiß auch niemanden, der sie brauchen tät ;)
Der Vorteil bei solch einer Größe wäre , das die Y Gräten sehr groß wären , einer der Gründe warum ich Hechte im grunde ned zum Verwerten mag , fast meine ganze Verwantschaft sind Fischesser , ich hätte damit kein Proplem , einzige Frage wäre für mich , wie schmeckt so ein Großer Fisch noch !!
Obwohl ich Denke , das es bei einen Großen Raubfisch , anders sein wird , als bei einen sagen wir mal 20 Kilo Karpfen , sei nur mal so hingestellt , mitnehmen würde ich keinen von beiden , außer es müste aus irgend welchen Gründen sein !!
lg Manfred http://ssnake14.jimdo.com/

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Montag, 7. Dezember 2015, 14:16

Das ist wohl eine Diskussion, die ins Nichts führt. Denn wenn (!) ich einen Hecht mit 130cm, einen Ü2m Waller, einen 20kg Karpfen, etc. fange, dann schenke ICH ihm die Freiheit. Das ist weder sinnvoll noch sonst wissenschaftlich erklärbar, das ist MEINE Entscheidung, weil ichs net übers Herz bring eine Urli zu entnehmen. Wie gesagt net logisch oder so....aber es geht sicher nicht nur mir so, deshalb: jeder wie er mag, im Rahmen der Vorschriften (und davon gibt´s eh mehr wie genug)

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Montag, 7. Dezember 2015, 14:44

Zitat

Ist es sinnvoll, so einen alten Fisch überhaupt drinnen zu lassen, weil vielleicht die Qualität der Eier abnimmt?


Interessanterweise stelle wir uns beim (unfruchtbaren Zucht-) Karpfen diese Frage nicht und freuen uns über die heute große Anzahl an Großkarpfen in unseren Gewässern.

Obwohl ich und meine Familie sehr gerne Fisch essen gehe ich nicht Angeln um mich zu ernähren oder "irgendwelche" Kosten wieder hereinzubringen. Die Zeiten wo ich auch einmal einen größeren Fisch mitgenommen habe (außer eine Entnahme ist vom Verein ausdrücklich erwünscht) sind vorbei. Ich bin ein Befürworter von Küchenfenstern und von weit geringeren Entnahmen als bei den meisten Vereinen erlaubten ist.

LG
Ernst

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Montag, 7. Dezember 2015, 20:50

Hallo zusammen, ich bin ja grundsätzlich ein Angler der nur Fische mitnimmt wenn er sie braucht bzw. wenn ich vorhabe einen zu verspeisen.
Eine Frage über die ich mir immer wieder Gedanken mache und auf die mich "Oldy43" in dem Thread vom Huchen wieder gebracht hat ist folgende:

Ab welcher Größe ist es eventuell nicht mehr sinnvoll oder sogar kontraproduktiv einen Fisch zurückzusetzen weil er dann eventuell schon wie "Oldy43" es bezeichnet als Futterkonkurent oder Predator fungiert?
Mir ist klar das es da bei verschiedenen Fischen auch verschiedene Antworten geben wird. Interessieren würde es mich vor allem bei Forellen und Hechten.

Ich will hier aber keine Grundsatzdiskussion über Catch and Release entfachen.

Danke und LG. Patrick


Servus Patrick,

das Brittelmaß setzt bereits die erfolgte Arterhalt voraus und die "Alten" Fische haben schon so oft Abgelaicht und damit gehen diese Genkombinationen dem Genpool der Population nicht verloren.

Zu den Genen, da hab ich Zweifel. Das ist ein langer Evolutionsprozess bis da Umwelteinflüsse, Nahrungsansprüche in Genen gespeichert sind.

Zu den Salmoniden... Große Rogner werden sicher auch tiefere Laichgruben schlagen können und auch die gröberen Kiesel bewegen können,so wird sicher der Nachwuchs besser geschützt sein. Auch wenn wegen schlechterer Befruchtung und geringerer Eizahl Nachteile bestehen, wird das Ergebniss wohl besser ausfallen. Beispiel bei den Bachforellen...


Servus Ernst,

Zitat

Ich bin ein Befürworter von Küchenfenstern und von weit geringeren Entnahmen als bei den meisten Vereinen erlaubten ist.


Ich weis nicht, wo Du fischt... jedoch bei unserem Verein (hauptsächlich Besatzfische), ist der Ausfang unerheblich. Laut LG. ist jedes Jahr eine gewisse Menge von Fischen nachzubesetzen. Bei uns geht's schon so weit, daß 2 sömmrige Zander in die March ausgebracht werden. Eine Vielzahl der ca. 120 Daubelfischer gehen gar nicht an die Teiche und somit sind dort hauptsächlich die Karpfenfischer anzutreffen. Durch die unmöglich permanente Kontrollmöglichkeit werden genug uneingetragene Fische entnommen und trotz dem Karpfenzwangbesatz ist ein normales Abwachsen von 2 und 3 sömmrigen Karpfen zu beobachten. Indem wir seit 3 Jahren auch ablaichende "Wildkarpfen" besetzen, ist eine adulte Biomasse in den Teichen vorhanden.

Zitat

und freuen uns über die heute große Anzahl an Großkarpfen in unseren Gewässern.


Ist aber sehr Gewässerabhängig, in der March wird ein Karpf selten über 8kg schwer, denn vorher wird er wenn nicht von unseren Fischer, von den Slowkischen längst entnommen und solche Größen sind daher absolut nicht an der Tagesordnung.
„Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, wenn er längst verspeist ist.

Wenigstens in den Augen des Anglers…"

Ernest Hemingway



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Dienstag, 8. Dezember 2015, 09:15

Hallo Rudolf

Zitat

ch weis nicht, wo Du fischt... jedoch bei unserem Verein (hauptsächlich Besatzfische), ist der Ausfang unerheblich.


Freut mich das es bei euch im Verein dermaßen gut funktioniert Io)

koppenkitzler

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 10:04

Hallo Patrick!

Schwieriges Thema.Ich beschäfte mich seit ein paar Jahren damit,bin aber (leider)kein Biologe und weiß letztendlich auch nicht des Rätsels Schluß.

Stehe in engem Kontakt mit Fischzüchtern und Aufsehern von mehreren Revieren und bin selber "Gewässerwart" eines Flußabschnittes.Teilweise gibt es gute Kontakte zur Uni und Boku.

Dadurch diskutieren wir oftund die letzten Jahre habe ich selbst mit Freunden verschiedenste Fischarten in Gewässer eingebracht,hauptsächlich Brutfische,Eier und Einsömmrige.
Aber auch Zander,Karpfen,Huchen und Hechte.

Zu den Hechten: Das mit der guten Laicheigenschaft kapitaler Tiere stimmt sicher.

Ein Zwischenmaß finde ich auch sinnvoll. Problem dabei ist,dass man dann wahrscheinlich mehr Milchner entnimmt,was aber vielleicht doch nicht ins Gewicht fällt,wenn man an die Laichzeit denkt.

Meistens sieht man dann ja im März/April einige sehr große Rognerinnen,die von vielen,meist winzigen Milchnern umschwärmt sind.

So scheint Schutz von großen ,weiblichen Tieren doch plausibel.

Bei den Forellen ist es so,dass es auch sicher Sinn macht,große Tiere zu belasssen.Ich finde ein Zwischenenentnahmemaß von 30 cm bis 40 cm dabei sicher auch sinnvoll.


Grundsätzlich sollte halt immer eine gesunde Alterspyramide anstreben ,aber wo gibt es die noch wirklich?

Die Spitze der Pyramide bedeutet dann wenige(nicht eine Vielzahl!) kapitaler Tiere.

Beim Huchen ist es auch schwierig,wir haben bei uns ein Brittel von einem Meter.Ich finde das ok.

Äsche: Entnahme ausschliesslich kapitaler Tiere (45 oder 50 cm Brittel) wäre angezeigt,da diese Tiere höchstens noch einmal ablaichen.

Hecht: vielleicht Entnahmefenster zwischen 60 und 80 cm?
Zander:ebenso?

Das Hauptproblem vieler Gewässer ist aber die sinkende Produktivität und der steigende Angeldruck.

Jeder möchte "seinen" Fisch fangen.
Viel muß nachbesetzt werden

Hohe Pachten verlangen hohe Einkünfte,that`s it.

Auch C a.R Gewässer mit hohem Angeldruck haben eine ordentliche Ausfallsquote bei den Fischen und müssen ständig nachbesetzt werden,auch dabei sterben regelmäßig Fische,vor allem im Raubfisch und Salmonidenbereich.


P.S.: Bei Gewässern,in denen keine Reproduktion stattfindet(aus irgendwelchen Gründen) ,finde ich Diskussionen über irgendwelche Zwischenmaße oder Schutz kapitaler Tiere entbehrlich.
Huchen muß man suchen!

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 10:09

Ich glaub nicht das ein Zander schon vor dem erreichen des Brittelmaßes abgelaicht hat, mit 35cm (NÖ) sollte der Fisch ca. 2-3 Jahre alt sein das Zanderweibchen wird aber laut Fischbestimmungsbuch erst zwischen 3-5 Jahren Geschlechtsreif.

Da sollte der Fänger schon nach eigenem ermessen entnehmen.

Selbst ein Brittelmaß von 45cm. wie bei uns in Kärnten ist so betrachtet noch grenzwertig, in meinem Revier wurde sogar auf 50cm erhöht und das finde ich gut so.
Lg.SITT

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 10:23

Danke euch für die vielen Antworten! Bei uns in oö ha der Zander 50cm als brittelmaß.
Lg.patrick

sitt

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 10:25

Danke euch für die vielen Antworten! Bei uns in oö ha der Zander 50cm als brittelmaß.
Lg.patrick


Das finde ich auch vernünftig kL$
Lg.SITT

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 11:49

Ich finde auch das es ab 50cm ok ist!!!

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 12:27

Ja ist sicher vernünftig, es gibt wahrscheinlich in jedem Bundesland einige "Regeln" wie Brittelmaße und Schonbestimmungen die man für gut hält und Andere, die man für schlecht hält.
Bei uns in Oberösterreich ist z.B. der Schneider ganzjährig geschont, was ich irgendwie nicht verstehen kann denn zumindest in meinem Revier gibt es die echt massenhaft und die wären ein echt super Köder für den Zander.
LG. Patrick

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 21:21

50 cm ist ziemlich super. )jAaa
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Oldy43

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 21:45

Danke euch für die vielen Antworten! Bei uns in oö ha der Zander 50cm als brittelmaß.
Lg.patrick


Das finde ich auch vernünftig kL$


Bei uns wurde in den Vereinsvorschriften das Brittel für Zander ebenfalls auf 50cm hinaufgesetzt und der Hechtschonzeit angeglichen. Das hat aber nichts mit der Reproduktion zu tun, obwohl vorteilhaft, sondern ab nun gibts keine Ausrede mehr wie " ich fisch ja nicht auf Hecht sonden auf Zander" und umgekehrt in der Hechtschonzeit... ):hmm
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Mittwoch, 9. Dezember 2015, 00:02


Bei uns in Oberösterreich ist z.B. der Schneider ganzjährig geschont
LG. Patrick


/wItz /wItz /wItz Und doch les ich immer wieder das welche mir ihm nachhause fahren! /wItz /wItz /wItz

Lupus

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Mittwoch, 9. Dezember 2015, 07:16

Genau wie Bernhard geschrieben hat. Wo keine Reproduktion möglich ist, sind solche Regelungen entbehrlich.

Ich hab das Thema so verstanden, dass es um große Fische ging.

Inzwischen sind "wir" scheinbar ein bissl bei Brittelmaß "hängengeblieben"

Bei den Brittelmaßen halte ich eigentlich auch jede "gewässerübergreifende" Diskussion für sinnlos.

Denn woher will ich wissen, was an einem Gewässer mit ganz anderer Prägung Sinn macht ?

Denn gerade nach Größe des Gewässers, Bonität, vorhandener Biomasse und vorhandenem Fisch-Stamm gibt es da sicher wahnsinnig hohe Differenzen.

Egal welcher Fisch: Bei Forellen gibts sogar Bäche, wo selten das Landesbrittelmaß von 25cm erreicht wird.
Auch bei Karpfen ist bekannt, dass es in manchen selbstreproduzierenden Flüssen eher "kleinwüchsige" Wildkarpfen gibt.
Und Hechte werden auch meistens nur in Gewässern kapital, wo sie auch ab einer gewissen Größe dann noch Futter finden, das kalorienreich ist . Deshalb werden in großen Seen die "Renkenhechte" so kapital, während oft in flachen Ausständen wo als Futter eher spannlange Rotfederln vorkommen, manchmal die Fette Beute fehlt, die der Hecht braucht, um über einen Meter lang zu werden.

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